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UA Rundbrief: UA249/02-2; UAEx37/03
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Abgeschlossene Fälle
Sudan: Hamdi Sebit, 26-jähriger Student der Ingenieurwissenschaften; Michael Kustober, 27-jähriger Pädagogikstudent; Mohammed Ibrahim, 29-jähriger Soziologiestudent (UA 232/03-1)
Wie amnesty international erfahren hat, sind Hamdi Sebit, Michael Kustober und Mohammed Ibrahim am 2. August 2003 gegen 1:00 Uhr nachts aus dem Gewahrsam der Sicherheitskräfte in Bahri-Raafa im Norden der Hauptstadt Khartum entlassen worden. Man hatte ihnen die Augen verbunden und sie nach Ost-al-Kalakela im Süden von Khartum gefahren und dort auf freien Fuß gesetzt. Es wurde keine Anklage gegen sie erhoben. Die drei Studenten waren am 31. Juli 2003 an der Juba-Universität (Name korrigiert) in Khartum von Sicherheitskräften festgenommen und anschließend in getrennten Zellen zwei Tage ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten worden. Wie es heißt, wurden sie gefoltert, um sie zu Aussagen bezüglich ihrer politischen Verbindungen zu zwingen. Hamdi Sebit und Michael Kustober benötigen eine angemessene medizinische Versorgung, um ihre bei den Folterungen erlittenen Verletzungen und seelischen Traumata zu behandeln. Hamdi Sebit wurde angewiesen sich bei den Sicherheitskräften drei Mal wöchentlich zu melden. Michael Kustober hat man davor gewarnt, sich weiter politisch zu engagieren. Mohammed Ibrahim wurde in der Haft ebenfalls gefoltert, und seine Mitinsassen mussten seine Schreie mitanhören. Sein derzeitiger Aufenthaltsort und sein Gesundheitszustand nach der Haftentlassung sind jedoch nicht bekannt.
Saudi-Arabien: William Sampson, kanadischer Staatsbürger; Alexander Mitchell, britischer Staatsbürger; Raf Schyvens, belgischer Staatsbürger und weitere Personen (UA 35/01-3)
Wie amnesty international erfahren hat, sind die drei oben namentlich genannten sowie weitere Personen am 8. August 2003 vom saudischen König Fahd bin 'Abdul 'Aziz Al-Saud begnadigt und daraufhin freigelassen worden. Der Grund für diese Entscheidung ist nicht bekannt. Die Männer waren für schuldig befunden worden, im November 2000 in Riad Bombenanschläge verübt zu haben, bei denen ein Mann getötet und mehrere weitere verletzt worden waren. Ihre "Geständnisse", die im Februar 2001 vor ihrem Prozess vom saudi-arabischen Fernsehen ausgestrahlt worden waren, hatten wahrscheinlich entscheidend dazu beigetragen, dass sie für schuldig befunden und verurteilt worden waren. William Sampson und Alexander Mitchell waren zum Tode verurteilt worden, und Raf Schyvens sowie fünf weitere in dem Prozess angeklagte Personen hatte man zu Haftstrafen verurteilt. Es wird angenommen, dass die Ausländer Saudi-Arabien bereits verlassen haben.
Malawi / USA: Ibrahim Habaci, türkischer Staatsbürger; Arif Ulusam, türkischer Staatsbürger; Faha al Bahli, saudi-arabischer Staatsbürger; Mahmud Sardar Issa, sudanesischer Staatsbürger; Khalifa Abdi Hassan, kenianischer Staatsbürger (UA 189/03-1)
Wie amnesty international erfahren hat, sind die fünf oben genannten Personen freigelassen worden. Sie waren am 22. Juni 2003 festgenommen und zwei Tage später insgeheim außer Landes gebracht worden. Wie es heißt, brachte man sie nach Harare in Simbabwe, wo sie nahezu einen Monat lang festgehalten wurden. Dann verlegte man sie in den Sudan, wo sie auf freien Fuß gesetzt wurden, nachdem festgestellt worden war, dass keine Beweise für Verbindungen der Männer zu al-Qaida vorlagen. Der scheidende US-Botschafter in Malawi hat Berichten zufolge die Beteiligung von US-Agenten an der Festnahme und der Verbringung der fünf Männer bestritten. Dies widerspricht den amnesty international vorliegenden schriftlichen Aussagen eines malawischen Regierungsvertreters vom 26. Juni 2003, wonach die Festnahmen von Angehörigen des malawischen Geheimdienstes (National Intelligence Bureau) gemeinsam mit US-Agenten vorgenommen wurden. Nach seinen Aussagen hatten die US-Vertreter die Kontrolle über den Einsatz, und die fünf Männer wurden anschließend von den US-Behörden in einem gecharterten Flugzeug aus Malawi ausgeflogen, obwohl die Männer in Malawi vor Gericht erscheinen sollten. Im Juli dieses Jahres erklärte der malawische Staatspräsident Bakili Muluzi, dass seine Regierung mit US-Vertretern im Rahmen der Verpflichtungen beim "Krieg gegen den Terrorismus" zusammengearbeitet habe. Nach der Freilassung der fünf Männer im Sudan soll Präsident Muluzi ein Gespräch mit den Ehefrauen von zwei der fünf Männer geführt haben. In einem Interview erklärten die Frauen anschließend, dass er sich bei ihnen für das ihren Männern zugefügte Leid entschuldigt und die US-Behörden dafür verantwortlich gemacht habe. Ein malawischer Rundfunkjournalist wurde wegen der Ausstrahlung der Interviews später wegen "Ehrverletzung des Präsidenten" entlassen. amnesty international liegen keine weiteren Informationen über die gegenwärtige Lage der fünf Männer und ihren Gesundheitszustand vor. Unklar ist auch, welchen Haftbedingungen sie ausgesetzt gewesen waren und in wessen Obhut sie jeweils gefangengehalten wurden.
Sudan: Elhadi Tangur und weitere Personen, die in der Provinz Blauer Nil festgenommen worden sind (UA 175/03-1)
Wie amnesty international erfahren hat, wurde Elhadi Tangur offenbar zwischen dem 22. Juli und 5. August 2003 aus der Haft der politischen Abteilung des Kober-Gefängnisses in Khartum entlassen. Man hatte ihn seit seiner Festnahme am 16. Juni 2003 über einen Monat lang ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten. Es wurde keine Anklage gegen ihn erhoben. Elhadi Tangur, der aus der Provinz Blauer Nil stammt, war nach vorliegenden Informationen am 16. Juni 2003 in seiner Wohnung in der sudanesischen Hauptstadt Khartum von Angehörigen der Sicherheitskräfte in Zivil festgenommen worden. Seine Festnahme soll mit seiner Beteiligung an einem Treffen in Khartum in Verbindung gestanden haben, an dem der internationale Vermittler bei den Friedensverhandlungen für den Sudan teilgenommen hatte. Elhadi Tangur wurde zunächst in der Zentrale der Sicherheitskräfte in Ost-Khartum festgehalten. Wann er in das Kober-Gefängnis verlegt worden war, ist nicht bekannt. Bezüglich der angeblichen Festnahme einer unbekannten Anzahl von Personen, die um den 16. Juni 2003 in Zusammenhang mit dem genannten Treffen erfolgt sein soll, liegen keine neuen Informationen vor
urgent action & young amnesty coordinator
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ai-Index: ASA 23/022/2003 | UA Rundbrief UA Ex40/03, UA 258/03
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