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ISSN 1610-0611
Newsletter


Zum "Internationalen Tag des Folteropfers"

# Mauretanien: Drohende Misshandlung und Folter

Neun namentlich genannten Imame (islamischen Geistlichen) wurden
am 5. und 6. Mai 2003 in der Hauptstadt Nouakchott und dem im
Norden des Landes gelegenen Ort Nouadhibou festgenommen. Des
Weiteren nahm man mindestens 40 weitere Personen in verschiedenen
Landesteilen in Haft. Sie haben keinen Kontakt zur Außenwelt
und sind somit in Gefahr, misshandelt oder gefoltert zu werden.

amnesty international betrachtet die Inhaftierten als potentielle
gewaltlose politische Gefangene, die allein wegen ihrer religiösen
Überzeugungen und der friedlichen Wahrnehmung ihres Rechts auf
freie Meinungsäußerung inhaftiert worden sind.

http://www.amnesty.at/urgentaction

# Sudan: Drohende Misshandlung und Folter

Ramadan Ismail, Abu Nigel El Amin, Juma Mahamoud und Juma Omar
werden seit dem 19. Mai 2003 ohne Kontakt zur Außenwelt von
Angehörigen der Sicherheitskräfte in der Stadt Dongola im Norden
des Sudan festgehalten. amnesty international ist in großer Sorge
um die Sicherheit der vier Gefangenen, nachdem ein fünfter Mann,
der mit ihnen inhaftiert wurde, Berichten zufolge von
Sicherheitskräften zu Tode gefoltert wurde.

Die der ethnischen Gruppe der Nuba angehörenden Männer wurden nach
vorliegenden Informationen am 19. Mai 2003 im Haus von Awad Ibrahim,
einem politisch engagierten Bürger, festgenommen. Die fünf Männer
sollen über die Rückkehr von Angehörigen der Nuba gesprochen haben,
die während des Bürgerkrieges innerhalb des Landes vertrieben
worden waren. http://www.amnesty.at/urgentaction

# Laos: Sorge um Sicherheit / Drohende Folter

Am 4. Juni 2003 sind dem Vernehmen nach vier laotische Staatsbürger
und drei Ausländer von örtlichen Sicherheitskräften im Bezirk
Phoukout der Provinz Xieng Khouang nordöstlich der Hauptstadt
Vientiane festgenommen worden. Ihr gegenwärtiger Aufenthaltsort
ist nicht bekannt, sodass sie in Gefahr sind gefoltert zu werden,
und Anlass zu großer Sorge um ihre Sicherheit besteht.

Der französische Photograph Vincent Reynaud und der belgische
Journalist Thierry Falise recherchierten für einen Bericht über
Rebellen der Volksgruppe der Hmong und ihre Familien, als sie in
Haft genommen wurden. Meldungen zufolge waren sie zu dem Zeitpunkt
in Begleitung eines Pastors der Hmong namens Maw Karl Mua, der
neben der laotischen auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, sowie
von vier ortskundigen Führern unbekannten Namens. Laut unbestätigten
Berichten soll mindestens eine Person bei der Festnahme getötet
worden sein. Der Aufenthaltsort der Inhaftierten ist nicht bekannt.

http://www.amnesty.at/urgentaction


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26.06.03
amnesty international Österreich
Moeringgasse 10
A 1150 Wien
W: http://www.amnesty.at


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UA 165/03 ai-Index: ASA 26/004/2003 | UA 176/03 ai-Index: ASA 13/016/2003